EIN 4-TÄGIGER ROADTRIP NACH DEUTSCHLAND, IN DIE SCHWEIZ UND LIECHTENSTEIN!


Juli 2019

 

2 Girls, 1 Baby, 1 Auto, 3 Länder, 4 Tage und 1888km. Mit meiner Freundin Janine und meiner Tochter Leonie haben wir im Juli einen richtig coolen Road Trip gemacht!

 

Los ging es an einem Freitag in der Früh Richtung Königssee nach Deutschland den wir nach ca. 4h erreicht haben.

 

Der wunderschöne Königssee liegt im Berchtesgadener Land in Bayerns Südosten und ist leider schon längst kein Geheimtipp mehr und zieht viele Touristen an.  Mit einer Tiefe von 192 Meter ist er der tiefste See in Bayern. Mit den Elektroschiffen kann man das ganze Jahr den Königssee befahren.

 

Das Wasser ist kristallklar und smaragdgrün, der See ist einfach nur wunderschön anzuschauen!

 

Wenn man nicht an der Haltestelle Sankt Bartholomä aussteigt, sondern noch weiter fährt  bis zur Endhaltestelle Salet

(weitere ca. 30 Minuten Fahrtzeit), ist der Obersee nach ca. zehnminütigem Spaziergang einfach zu erreichen.

 

Am unteren Ufer habt ihr das bekannte Bootshaus stehen. Am oberen Ende des Obersees befindet sich die Fischunkelalm.

Hier ist Trittsicherheit Pflicht denn der Weg ist teilweise sehr steil. Es erwartet euch eine kleine Alm, die aus dem Fenster Brote und Getränke verkauft. Wir haben hier eine kleine Pause eingelegt und einfach nur die Stille genossen.

Danach ging es Retour Richtung Parkplatz und wir steuerten die natürlichen Pools am Königssee an. Links vom See sind wir hoch gelaufen bis zum Ausichtspunkt  Malerwinkl (ca 25 Minuten).

 

Hier teilt sich der Weg und es geht links hoch Richtung Rabenwand (ca 25 Minuten). Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Königssee!


Der Weg zum Königsbach und zu den Naturpools: Ich habe vor unserer Reise im Internet viel über diese Strecke nachgelesen und es wurde sehr unterschiedlich berichtet. Nichts desto trotz beschrieb die Strecke jeder als steil und gefährlich!. Deshalb haben wir von Anfang an gesagt, dass wir es auf uns zukommen lassen und schauen wie weit wir es schaffen. Wir hätten uns selbst nie in Lebensgefahr gebracht! Das ist es einfach nicht wert!

 

Also ging es nach der Rabenwand ein schmaler unbefestigter Waldweg weiter Richtung Königsbach. Hier ist einfach vollste Konzentration gefragt, man muss halt einfach den Kopf einschalten und bei der Sache sein und steht’s aufpasst wohin man steigt. Also gingen wir lieber etwas langsamer und vorsichtig! Der Weg ist ein wilder, zum Teil schmaler Waldweg. Bei uns war es Gott sei Dank trocken. Ich habe bei manchen Berichten im Internet gelesen dass es zuvor geregnet hatte und deshalb sehr rutschig war! Da muss man dann echt aufpassen bzw. überlegen ob man das Risiko überhaupt eingehen möchte! Nach ca. 35 Minuten erreichten wir den Wasserfall und den natürlichen Pool. Zu Beginn genossen wir einfach nur die wundervolle Aussicht und waren überglücklich das wir den Weg geschafft haben weil wir einfach nicht damit gerechnet hätten. Es waren zur selben Zeit noch ein paar andere Leute vor Ort aber es war nicht überfüllt. Leonie habe ich erstmal aus der Trage gegeben und haben einmal etwas Pause gemacht! Meine Freundin hat sich in der Zwischenzeit in den eiskalten Naturpool getraut und ein netter Bursche hat uns die Kamera abgenommen und hat ein paar tolle Bilder von Ihr geschossen.

Solltet ihr ein Foto im Becken machen wollen, dann müsst ihr echt vorsichtig sein. Die Steine sind sehr rutschig und das Becken relativ tief. Wenn Ihr euch unsicher seid dann lasst die Finger davon. Kein Bild der Welt ist es wert, euer Leben zu riskieren. Erst vor kurzem sind wieder Personen hier verunglückt oder haben sich verletzt.

 

Nachdem Janine aus dem Becken kam hat sie auf Leonie aufgepasst und wir haben einen schnellen Wechsel gemacht!

Wie gesagt das Wasser ist Eiskalt… ist ja auch ein Gletscherwasser! :-)

 

Wir haben dann noch etwas mit dem Burschen geplaudert, der uns die Bilder gemacht hat und danach haben wir uns gemütlich auf den Heimweg gemacht!

 

Am Parkplatz angekommen haben wir uns noch eine Jause beim Jenner-Kaser geholt und danach sind wir in unsere Pension (über Airbnb gebucht) gefahren und müde in’s Bett gefallen!

 

Dieser Tag war ein echt tolles Erlebnis – der Königssee ist einfach traumhaft schön und natürlich war der Königsbach ein Absolutes Highlight!!!


TAG 2:

Am nächsten Tag ging es zum Schloss Lichtenstein. Von unserer Pension erreichten wir nach ca. 3h das traumhaft schöne Märchenschloss! 2009 ist das Schloss Lichtenstein Drehort für Dornröschen gewesen! Das Schloss kann man im Rahmen einer Führung besichtigen (€7,- Erwachsene, €3,50 Kinder). Im Innenhof kann man sich frei bewegen, muss jedoch auch E:€2,-/K:€1,- Eintritt bezahlen! Eine märchenhafte Kulisse die ein Besuch wert ist!.

Danach ging es weiter nach Zürich. Nach ca. 2h Fahrtzeit erreichten wir unser Hotel. Das Ibis Budget Zurich West liegt etwas ausserhalb und ist von den Preisen her noch eines der günstigsten gewesen!!! In der Stadt sind die Preise wahnsinnig Teuer.

 

Am Nachmittag in Zürich angekommen haben wir einmal im Hotel eingecheckt. Danach sind wir etwas durch Zürich West spaziert. Das Industrie-Viertel hat so einiges zu bieten.

 

Als erstes haben wir Frau Gerolds Garten angesteuert. Das Gelände hinter dem Freitag-Container Turm ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Hier findet man kleine Shops und Ateliers, einen eigenen Nutzgarten mit frischer Küche. Je nach Jahreszeit verändert sich Frau Gerolds Garten. Im Sommer: Gartenwirtschaft, Sonnenterrasse & OpenAir-Bars. Im Winter: gemütliche Winterstube im Holz-Pavillon

 

Kurz bevor man die Viadukt Bögen erreicht, stößt du auf eine kleine Gasse, die zum Restaurant „Gerold Chuchi“ führt. Dort findet man in einer schmalen Seitengasse viele bunte schwebenden Regenschirme ein wunderschönes Bild!

 

Weiter ging es Richtung Viadukt Bögen wo sich zahlreiche Geschäfte, Ateliers, Cafés und Restaurants befinden. Eine richtige Flaniermeile und am untersten Ende befindet sich eine große Markthalle.

 

Richtung Limmat sind es von hier aus nur mehr 10 Minuten zu Fuß.

 

Am nächsten Tag sind wir der Limmat entlang Richtung Stadt spaziert. Nach ca. 4km und 45min später kamen wir bei der Münsterbrücke an. Es war Sonntag 09:00Uhr und wir waren fast alleine auf den Straßen unterwegs. Teilweise waren Straßen abgesperrt und als wir bei der Quaibrücke ankamen sahen wir ein paar Securitys herum laufen und haben festgestellt das genau an diesem Tag der Zürich IRONMAN stattgefunden hat. Entlang vom Zürichsee haben sich daher ein paar Leute angesammelt um die Sportler anzufeuern. Wir schlenderten ein wenig den Zürichsee entlang und machten im Park eine kleine Pause! Den nächsten Stop haben wir beim Lindenhof eingelegt von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Altstadt von Zürich und auf die Limmat.

Zurück in Zürich West angekommen steuerten wir direkt den Prime Tower an…mit seinen 126 Metern war er bis 2015 das höchste Hochhaus der Schweiz. Danach wurde er vom Roche-Turm (Bau 1) mit 178m abgelöst!

 

Im 35. Stockwerk befindet sich das „Clouds“ mit entsprechend gutem Ausblick über die Stadt. Hier kann man wieder eine Stadt wunderschön von oben betrachten!

Unser nächster Stop war Quarten am Walensee in der Schweiz. Nach 1h Autofahrt erreichten wir das Hotel Schifffahrt direkt mit Blick auf den See wo wir den Tag gemütlich ausklingen ließen.

Nach einen wundervollen Sonnenaufgang ging die Reise wieder los.

Nach ca. 25min erreichten wir Vaduz in Liechtenstein. Unser erster Stop war die Alte Rheinbrücke.

Die 135m lange Brücke zwischen Vaduz (Liechtenstein) und Sevelen (Schweiz) ist die letzte verbliebene Holzbrücke über den Rhein. Die Brücke wurde 1870 gebaut und wurde in den folgenden Jahren wegen des hohen Wasserstandes durch neue Dämme mehrmals angehoben ehe man einen kompletten Abriß und Neubau beschloss. 

 

Das Schloss Vaduz haben wir nur von außen bewundert und am Weg lag das bekannte Rote Haus.

Zum Schluss waren wir noch am Hauptplatz bevor die Reise wieder ab nach Hause ging. 

 

Der Roadtrip war echt cool und hat uns sehr gefallen. Der absolute Höhepunkt war eindeutig der Königssee. Ich finde es immer so toll wenn man mit dem Auto so flexibel ist und mehrere Ziele abklappern kann! Nachdem Leonie das Autofahren liebt, steht der nächsten Autoreise nichts im Wege.